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23-09-2026

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3 Milliarden Tassen Kaffee pro Tag | Könnte der Welt bald der Kaffee ausgehen?


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Die weltweite Nachfrage nach dem belebenden Getränk steigt unaufhaltsam, während die geeignete Anbaufläche für Kaffeepflanzen in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich drastisch schrumpfen wird. Die Klimaerwärmung ermöglicht es, dass Pflanzen aus tropischen und subtropischen Regionen plötzlich auch in gemäßigten Zonen weit entfernt vom Äquator gedeihen können. Dies hat zur Folge, dass die ursprünglichen Anbaugebiete nicht mehr optimal für das Wachstum geeignet sind. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Kaffeepflanze, die besonders unter den Auswirkungen des Klimawandels leidet. Die führenden Produzentenländer Brasilien, Vietnam, Kolumbien und Indonesien müssen langfristig mit einer erheblichen Reduzierung der für den Anbau geeigneten Flächen rechnen. Andererseits könnten Regionen wie Argentinien, Uruguay, China und entlang der Küste zum Golf von Mexiko in den USA vermehrt Kaffee anbauen. Trotzdem werden diese Regionen den Rückgang der Hauptproduzenten nicht schnell genug ausgleichen können.

Der weltweite Kaffeekonsum steigt kontinuierlich an, und Kaffee ist mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Welt geworden. Ursprünglich aus dem tropischen Afrika stammend, wurde die Kaffeepflanze im 17. Jahrhundert von Arabern und Türken nach Europa gebracht. Heutzutage werden weltweit täglich fast 3 Milliarden Tassen Kaffee konsumiert, und Experten prognostizieren, dass sich diese Zahl bis 2050 verdoppeln könnte, wenn der bisherige Trend anhält. Zwischen 1990 und 2022 stieg der jährliche weltweite Kaffeeverbrauch von 90 auf 179 Millionen 60-Kilogramm-Säcke.

 

 

Rückgang der weltweiten Anbauflächen
Eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat untersucht, wie sich die Anbau-Bedingungen für Kaffee Arabica bis 2050 verändern werden, basierend auf 14 Modellen unter drei verschiedenen Klima-Szenarien (weltweite Erwärmung von 1,6, 2,4 und 4 Grad Celsius). Derzeit stammt 56 Prozent der weltweiten Kaffeeproduktion von der Arabica-Pflanze, die hauptsächlich in Südamerika angebaut wird und qualitativ hochwertigen Kaffee liefert. Der Großteil der restlichen Produktion (43 Prozent) stammt von der Robusta-Pflanze, die vor allem in Asien angebaut wird und unter anderem für die Herstellung von Instant-Kaffee verwendet wird.

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''A cup of coffee a day keeps Corona away.'' Schützt Kaffee etwa auch vor COVID-19 Infektionen?


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kaffee-studie-schutz-vor-corona Neue wissenschaftliche Erkenntnisse durch Studie der Jacobs Universität Bremen liefert Hinweise auf Infektionsschutz!

Eine neue Studie der Jacobs Universität in Bremen liefert Hinweise, dass eine im Kaffee vorkommende Verbindung vor Corona schützen könnte. Kann es also sein, dass uns der Kaffee am Morgen vor einer Coronainfektion schützen kann? Würde dies zutreffen, dann wäre das wahrlich eine Sensation.

Der Biochemiker Professor Nikolai Kuhnert von der Jacobs Universität Bremen konnte im Laborexperiment nachweisen, dass die im Kaffee enthaltene Chlorogensäure (chem. 5-Caffeoylchinasäure) die Wechselwirkung zwischen dem SARS-CoV-2-Spike-Protein und dem menschlichen ACE-2-Rezeptor unterdrückt, sodass es dem Corona Virus nicht möglich ist, daran anzudocken, wodurch ein Eindringen in die menschlichen Zellen verhindert wird.

Der hemmende Effekt setzt bereits bei einer kleinen Menge Kaffee ein. Wie aus den Laborversuchen hervorging, genügte bereits eine Tasse Kaffee, um das Andocken des Coronavirus zu hemmen und eine Ansteckung zu verhindern. Eine große Tasse Filterkaffee (200ml) enthält etwa 100 Milligramm der Säure. Allerdings wurden diese Ergebnisse ausschließlich unter idealen Laborbedingungen erzielt. Es stellt sich demzufolge die Frage, ob uns eine Tasse Kaffee auch im realen Leben vor einer Infektion schützen kann.

Ob uns eine Tasse Kaffee tatsächlich vor dem Virus schützen kann Bedarf natürlich weiterer Forschung, so Professor Kuhnert. Ob Kaffeetrinken wirklich als vorbeugende Maßnahme zum Infektionsschutz dienen könnte, sei aus Sicht des Chemikers derzeit nicht zu beantworten, aber er und sein Team können sagen, dass die Plausibilität gegeben ist. So müsse auch weiter erforscht werden, von welcher Dauer der Schutz der im Kaffee enthaltenen Substanz ist.

Die vielversprechenden Laborergebnisse haben bislang aber noch keine Aussagekraft für das alltägliche Leben. Darüber sollen Folgestudien Aufschluss geben. In den nächsten Schritten soll nun in größer angelegten Studien herausgefunden werden, ob sich die Menschen, die bestimmte Mengen an Kaffee zu sich führen, möglicherweise seltener mit Corona infizieren und gegebenenfalls mildere Krankheitsverläufe haben.

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